Projekte

Trinkwasserprojekte

Aktuelles Projekt - Chiquim Guaxcux in Planung

Chiquim Guaxcux ist eine grosse Siedlung mit mehr als 2‘000 Einwohnern an der rechten Talflanke des Polochic-Tales unterhalb des Zentrums von Tamahú. Die Siedlung verfügt nur über eine ungenügende Infrastruktur, insbesondere fehlt sauberes Trinkwasser. Infolgedessen verlassen Familien das Dorf. Mit einer neuen Trinkwasserversorgung kann diese Situation auf lange Sicht nachhaltig verbessert werden. Der Vorstand hat darum beschlossen, das Projekt zu unterstützen.
Die Geländeaufnahmen sind abgeschlossen und die Planung liegt vor. Wie schon beim Projekt Chimolon werden wir das Projekt in Etappen in Auftrag geben und realisieren, so dass wir die erforderlichen finanziellen Mittel rechtzeitig bereitstellen können. Für die Begleichung der ersten Rate können wir die nun nicht benötigte und bereits überwiesene Zahlung für das abgebrochene Projekt Chitulub übertragen und für dieses Projekt einsetzen. Trotzdem fehlen noch ein paar Franken in unsere Kasse, um das Projekt finanziell „zu stemmen“.

Kürzlich abgeschlossene Projekte - Chimolon und Chipacay

Quelle Chimolon

  • Beschwerlicher Weg zur Quelle
  • Die Quelle
  • Ergiebigkeitsmessung nach Guatemala-Art
  • Ebenso beschwerlicher Abstieg

Quelle Chipacay

  • Die alten Quellfassungen - unübersichtlich
  • Das alte Reservoir, sah gut aus, war jedoch undicht
  • Betonarbeiten an der neuen Quellfassung
  • Das Filterrohr der Wasserfassung
  • Das neue Reservoir

Projekte ganz unterschiedlicher Art hat das "Hilfswerk Tamahú Guatemala" im oberen Polochictal im zentralen Hochland von Guatemala bereits realisiert. Seit dem Jahre 2006 liegt der Fokus jedoch eindeutig auf der Realisierung von Trinkwasserversorgungen für die indigene Bevölkerung von Tamahú. Mit dem Geologen Dr. Jürg Stäuble wissen wir einen ausgewiesenen Fachmann auf diesem Gebiet in unseren Reihen, was uns erlaubt, bestes Schweizer Know how nach Guatemala zu "exportieren", das nun der indigenen Bevölkerung auch in Projekten nutzbar gemacht werden kann, die nicht von unserer Organisation finanziert werden. Dies ist nebenbei ein wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt, der aus unseren Projekten resultiert.

Wir sind stolz auf die Tatsache, dass man die von uns unterstützten Dorfgemeinschaften daran erkennt, dass es auf den Wegen und rund um die Häuser sauber ist.

 

Projektübersicht

Realisierte und geplante Trinkwasserversorgungen (Dorf, Jahr Fertigstellung, Einwohnerzahl):

- Chiquim Guaxcux, 2022, 1'500 (in Planung)
- Chimolon, 2020|21|22, > 3'000
- Chipacay, 2020, 350
- Sesalché, 2019, 290
- San Antonio, 2018, 480
- Jolomché, 2017, 420
- Sequib, 2016, 830
- Guaraxul, 2016, 390
- Yuxilha, 2015, 380
- Sesarb Sechaj, 2014, 280
- Panteón, 2014, 280
- Naxombal, 2014, 1'200
- Pantic Comunidad, 2013, 430
- Pantic Escuela, 2013, 330
- Sesarb, 2012, 330
- Santa Ana, 2012, 400
- Chipoclaj, 2011, 360
- Concepción der María, 2010, 400
- La Libertad, 2006, 230

Total, bis 2022, > 10'000

Für das gesamte Gemeindegebiet von Tamahú erfolgt zur Zeit eine Bestandesaufnahme aller gefassten und nicht gefassten Quellen, mit dem Ziel einen vollständigen und verlässlichen Quellkataster als Grundlage für künftige Trinkwasserprojekte zu erhalten. Die Erarbeitung des Quellkatasters erfolgt durch "Red de Agua" und ADICAY. Red de Agua ist die Gemeinschaft der Fontaneros (Brunnenmeister) und Mitglieder der Wasserkommissionen in den Dorfgemeinschaften von Tamahú.

Chimolon, das grösste Projekt in der Vereinsgeschichte ist gestartet.

Betonieren heisst in Tamahú Handarbeit.

Juli 2021: In Chimolon sind die beiden ersten Etappen bereits fertiggestellt. Die dritte Etappe ist in Realisierung.

Red de Agua

Die Aus- und Weiterbildung der Brunnenmeisterinnen und Brunnenmeister sowie der Mitglieder der örtlichen Wasserkommissionen ist ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeit unserer Projekte. Weil dieser Teil unserer Arbeit langfristig sichergestellt werden muss, hat der Vorstand beschlossen, dass dieses Projekt für zwei weitere Jahre unterstützt werden soll. Die Vereinsversammlung hat dem mit
der Genehmigung des Budgets und der Finanzplanung indirekt ebenfalls zugestimmt.
Dass sich die Anstrengungen im Rahmen dieses Projektes auszahlen, zeigt sich u.a. darin, dass Darmerkrankungen in den unterstützten Ortsteilen deutlich zurückgegangen sind, dass bereits eine grosse Zahl der Trinkwasserversorgungen vom Staat Guatemala zertifiziert worden sind und dass bei der Legalisierung der Wasserrechte für die erstellten Anlagen Erfolge verzeichnet werden können.

Weitere Infrastrukturprojekte

Gestartet wurde das Hilfswerk "Verein Arztstation Tamahú" ursprünglich als Gesundheitsprojekt. In der Folge wurden die folgenden Infrastrukturaufgaben angepackt und umgesetzt:

  • Erste Arzstation im Zentrum von Tamahú
  • Ausbildung von Hebammen und Gesundheitspromotoren
  • Schulhaus in Sequíb
  • Realisierung des Gesundheitszentrums im Zentrum von Tamahú
  • Anlegen von Familiengärten
  • Finanzierungshilfe für den Bau des Bürogebäudes der Partnerorganisation ADICAY
  • Nothilfemassnahmen bei Vertreibungen und Naturkatastrophen
  • Rechtliche Massnahmen zur Sicherung der Quellrechte für die Trinkwasserprojekte
  • Förderung des Urwaldreservates und Vogelparadieses Chelemhá